Dienstag, 31. Januar 2017

_Verlasse das Opferland -JETZT!




Die Opferrolle schwächt dich, hält dich reaktiv. Das bedeutet, du bist als „Opfer“ immer auf der Seite des Reagierens, z.B. in Form von Ärgern, Jammern und oder Schuld zuweisend. Wenn du aufhörst zu jammern, hast du die Möglichkeit zu Handeln und das anzunehmen, was in dein Leben kommt. So bist wieder in der Lage dein Leben in allen Aspekten wieder "in Besitz" zu nehmen. 


Eine Seminarteilnehmerin hatte die Tendenz, bei der kleinsten Schwierigkeit sofort ins Jammern zu verfallen. Sie wusste, dass sie das nicht tun sollte, dass dieses Verhalten die Sache nicht löst, sondern verschlimmert. Sie hatte viele Bücher zu dem Thema gelesen, sie sagte selbst: „Ja, ich weis dass Beachtung Verstärkung bringt, ich weis auch dass es eine sich selbst erfüllende Prophezeiung gibt, doch es ist wie ein innerer Zwang. Mich bringt das kleinste Problem sofort aus der Bahn. Ich glaube, ich habe eine permanente Lebensangst. Ich bin halt doch ein Opfertyp, das ist nun mal so bei mir!“ Auf den Hinweis, dass sich der letzte Satz wie ein Glaubenssatz anhört, wehrte sie sich und meinte: „Nein, Nein das ist Realität, das ist so bei mir, das kann ich beweisen!“ 


Ich forderte die Teilnehmerin auf, den Text des 1. Selbstbild Schlüssels nochmals durchzulesen (das Gespräch fand während des Selbstbildseminars statt)  und mir zu sagen wie dieser auf sie wirkt. Sie nahm das Seminarskript, lass den Satz durch, schaute mich an und sagte: „Stimmt, ist so, das weis ich doch, aber nicht bei mir!“

Liebe Leserin, lieber Leser, was meinst du? Welche Überzeugung über sich selbst und seine Möglichkeiten könnte ein Mensch haben, der sagt: „Ja, ich weis dass es im Leben darauf ankommt Schwierigkeiten anzugehen und nicht dauernd mit Angst darauf zu reagieren. Ja, ich weiß dass es mit Opferdenken nicht funktioniert. Ja, ich weis, auch, dass Menschen, die aktiv in Freude und Vertrauen sind, vieles besser und selbstbestimmter leben. Das ist so, ganz sicher, aber nicht bei mir!“ 

Ich nahm einen Block und bat sie mir zuzuschauen. Ich schrieb das Wort Opfer und sagte: „Das ist ein Opfer. Glaubst du, dass auch dieser Mensch, der sich als Opfer fühlt, das Vollkommene Potential hat?“ Sie überlegte: „Ja, ich glaube schon, irgendwie in sich drin vielleicht. Aber er lebt es sicher nicht!“ Ich schwieg. Nach ein paar Sekunden Pause meinte sie: „Nein, ganz ehrlich gesagt, glaube ich das nicht! So ein Mensch hat nicht das gleiche Potential zur Verfügung wie andere!“ 

Ich nahm den Stift und schrieb drei Buchstaben in Klammern vor das Wort Opfer und setzte zwei Punkte über das o. Das sah dann so aus: (Sch)öpfer“. Sie schaute sich das schweigend und nachdenklich an. 

„Schau, das Opfer ist ein Schöpfer, der sein Potential eingeschränkt hat. Ihm fehlt das Schöpfer- Bewusstsein. Ein Opfer ist ein eingeschränkter Schöpfer. Er ist es, aber er sieht und spürt das nicht. Ich wünsche allen Menschen, die sich als Opfer fühlen wieder das Bewusstsein für ihr vollkommenes Potential. Ich wünsche dir, dass du dich wieder als Schöpfer wahrnimmst!“


Die Teilnehmerin wurde ganz ruhig, nahm den Zettel und fragte: „Darf ich den behalten?“ „Gerne, für was denn?“ Der erinnert mich an unser Gespräch, wenn ich es wieder mal vergesse.“

Aus meinem Buch "Evolvere".
Erhältlich in allen Deutschen Buchhandlungen, auf Amazon, im Evolvere Shop. Doch am liebsten überreiche ich es dir gerne persönlich an einem meiner Seminare oder einer Lesung. 






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