Dienstag, 2. Juni 2015

Selbstbild

"Ich bin nämlich eigentlich ganz anders,
aber ich komme nur so selten dazu."

Ödön von Horváth

Es sind derer sehr viele, die gerne ganz anders wären, aber nur selten dazu kommen. Dieser Post ist dem Thema Selbstbild gewidmet.



Der nachfolgende Text ist von Valentin Alex vom Yoga Team Berlin. 
Oder schau direkt hier bei meiner lieben Petra. 



Künstler prägen ihren Werken, und vor allem ihren Selbstbildnissen einen Charakter auf, den viele Außen stehende nicht begreifen. Selbstportraits berühmter Maler sind oft fernab der realen Wahrnehmung ihrer körperlichen Gestalt. Das, was hier im Künstlerischen sichtbar wird (schön oder hässlich), ist das Selbstbild des Künstlers. Es ist ein Sichtbarmachen des Unsichtbaren im Menschen.
Welch ein Glückspilz, wer sich derart Zugang zu seinen innersten Geheimnissen verschaffen kann. Stell Dir vor, Du schaust in einen Spiegel und siehst plötzlich nicht mehr Dein Dir bekanntes Spiegelbild, sondern Du siehst den Menschen, der hinter der Maske, der hinter der Person ruht (Person: lat. persona bedeutet Maske). Sehr sichtbar wird das innere Selbstbild, wenn man in den Spiegel schaut und besonders viel an sich auszusetzen hat, sich kritisiert, wieder "Pickel" entdeckt und am liebsten wegschauen würde. An einem anderen Tag ist der Blick in den Spiegel eine Freude, Schönheit blickt Dir entgegen und Du könntest Dich selbst küssen.
Diese unterschiedlichen Wahrnehmungen geschehen unabhängig vom Aussehen! Was ist der Unterschied zwischen diesen 2 Tagen des SB Seminars? Das Selbstbild drängt nach aussen und wird unweigerlich sichtbar, egal welcher "Teil" Deiner Selbst gerade das Sagen hat. So geschieht eine innere Kommunikation. Und gar nicht so selten ringen diese Aspekte in uns miteinander. Manchmal ist es "der Weise" in uns, der um seine Kraft, seine Liebe und seine unendlich vielfältigen Möglichkeiten weiss, manchmal ist es der Teil in uns, der sich als zu alt, zu klein, zu hässlich, zu dumm, zu unfähig, zu verschroben empfindet.
Das Eine ist ein Gefängnis, das Andere ist totale Freiheit und alles ist in uns. Wenn wir aufhören unser Gefängnis nach außen zu projizieren, auf Andere zeigend, wie unzureichend der Chef, der Nachbar, die Eltern sind, dann kommen wir unserer Freiheit ein ganzes Stück näher. So geschieht der 1.Schritt zur Selbsterkenntnis: das Bewusstwerden dessen, was anhand von Gedanken, Gefühlen, Bildern, Erwartungen tief in uns gespeichert ist. Die innere Erscheinung, das Bild Deiner Selbst greift immer machtvoll nach aussen und hinterlässt unvergängliche Spuren.
Das Bild, dass Du von Dir hast, lässt schon nach wenigen Sätzen einen tiefen Eindruck bei Deinem Gegenüber entstehen, ein Eindruck, der das Äußere allzuschnell verblassen lässt.
"Von allen Urteilen, die wir im Leben fällen, ist keines so wichtig wie das, das wir über uns selbst fällen." Nathaniel Branden
Dieses Urteil ist über Jahre oder Jahrzehnte hinweg gereift und wurde nicht nur geringfügig von der Aussenwelt geprägt. Übrig bleibt oftmals ein geschliffenes, bearbeitetes Selbstbild, dem die Ecken und Kanten entnommen wurden. Ein Selbstbild, von dem man überzeugt ist, es würde einem ein Maximum an Anerkennung, Liebe und Fülle in das Leben ziehen. Erschreckend ist dann nur, wenn genau das Gegenteil passiert.
Das Leben fordert uns dazu auf, echt zu sein. Es fordert uns unablässig dazu auf, endlich aufzuhören, uns zu verbiegen, um geliebt und bestätigt zu werden. Wir sollen uns daran erinnern, dass wir so unendlich kraftvoll sind, wenn wir Authentizität wagen. Wenn wir den Mut besitzen, auch mal anzuecken oder ausserhalb der Norm zu agieren.
Am Selbstbild-Seminar bekommst Du 9 Schlüssel an die Hand, die Dich die Türen öffnen lassen, die Dich in Dein wahres Selbst führen. Die s.e.i.Seminare führen Dich weg vom Schmerz und hin zur Freude.
"Das Große ist nicht dies oder das zu sein, sondern man selbst zu sein."Sören Kierkegaard 





In meinem Buch "Evolvere" habe ich (Dieter) dem Thema Selbstbild ein ganzes Kapitel gewidmet.


www.evolvere-shop.de








Danke Valentin, ich habe mir deinen genialen Text ganz ungeniert "ausgeliehen".


Ach ja, so am Rande, du solltest dir viel mehr Zeit (Existenz) zuteilen, um zu schreiben. :-)